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"ekito" erhält 51.000 € von der EU

Auf dem Foto freuen sich über den Fördermittelbescheid in Höhe von 51.000 €,

Fördergelder aus dem Förderprogram  „ Europäischen Solidaritätkorps“  für ekito.

Der Verbund der Ev.-luth. Kindertagesstätten „ekito“ erhält 51.000 T€ aus dem europäischen Förderprogramm und kann damit die Beschäftigung  junger Erwachsene aus ganz Europa unterstützen.

Ekito beschäftigt bereits 6 spanische Fachkräfte aus Spanien (s. Bild). Die Kosten für die Integration und den zusätzlichen Spracherwerb wurden bisher aus eigenen Mitteln und einem Förderprogramm der NBank aufgebracht.

Mit den Fördergeldern der EU können nun weitere 10 Fachkräfte aus Europa unterstützt werden. Ziel ist, diese langfristig zu beschäftigen und schnell in unsere Gesellschaft zu integrieren. Mit den Fördergeldern werden Weiterbildungsmaßnahmen zur pädagogischen Arbeit und zum Spracherwerb sowie Umzugs- und Reisekosten finanziert.

„Wir möchten dazu beitragen, dass die europäische Zivilgesellschaft enger zusammenwächst, mit diesem Projekt wird Europa Teil des Arbeitsalltages in unseren Einrichtungen“, so Kreispfarrerin Ulrike Hoffmann.

Für das Projekt mussten einige Hürden genommen werden. Als erstes ist eine Anerkennung und Zertifizierung als Organisation in Europa erforderlich. Das Qualitätssiegel wurde im September 2019 von der nationalen Agentur „Jugend für Europa“ aus Bonn erteilt. Dann musste ein Projektantrag gestellt werden, in dem 10 Punkte mit vielen Unterpunkten beantwortet und beschrieben wurden. Mit dem Bescheid von Anfang Februar wurde der Projektantrag genehmigt und es stehen nun für bis zu 10 Teilnehmern für ca. 18 Monate 51.000 € zur Verfügung.

Geschäftsführer Günter Zingel freut sich besonders über diese Zusage. „Damit wird unser bestehendes Engagement für Europa weiter unterstützt. Die bisherigen Erfahrungen die wir seit März 2019 mit unseren Fachkräften aus Spanien haben sind sehr positiv. Alle Beteiligten, insbesondere die Einrichtungsleitungen, sind sehr zufrieden mit den neuen Mitarbeitenden. Auch von vielen  Eltern kommen positive Rückmeldungen. Die Fachkräfte selber sind ebenfalls sehr zufrieden, da Sie nun endlich in ihrem erlernten Beruf arbeiten und praktische Erfahrungen sammeln und  sich in Oldenburg eine gesicherte Existenz aufbauen können. Dies ist in Spanien, bedingt durch die hohe Jugendarbeitslosigkeit, nur eingeschränkt möglich.“

Ganz nebenbei mindern wir mit dem Projekt auch unseren Fachkräftemangel etwas ab. Aufgrund des hohen Bedarfes an Betreuungsplätzen entstehen in Oldenburg und um zu, weitere Kindertagesstätten und Krippen. Allein in Oldenburg werden in nächster Zeit ca. 150 zusätzliche Fachkräfte benötigt.

Vakante Stellen können derzeit nur mit großen Verzögerungen wieder besetzt werden. Unsere Mitarbeitenden sind dadurch stark belastet, so dass es zu zusätzlichen krankheitsbedingten Ausfällen kommen kann.

Die gesetzlichen Vorgaben sehen vor, dass immer ausreichendes Fachpersonal in den Gruppen vorzuhalten ist, um eine fachgerechte und qualifizierte Betreuung der Kinder sicher zu stellen. In einer Regelgruppe mit 25 Betreuungsplätzen müssen mindestens ein*e Erzieher*in und ein*e Sozialassistent*in anwesend sein. In der Regelgruppe Integration mit 18 Betreuungsplätzen ist zusätzlich noch eine Heilpädagogische Fachkraft erforderlich. In der Krippe mit 15 Betreuungsplätzen sind mindestens ein*e Erzieher*in und 2 Sozialassistenten*innen erforderlich für die fachgerechte und qualifizierte Betreuung der Kinder.

Es kommt bereits jetzt schon häufiger zu Gruppenschließungen und unsere Verlässlichkeit gegenüber den Eltern leidet.


Günter Zingel ist Dipl.Kfm. und war zuletzt Geschäftsführer von 25 Kindertagesstätten des Kirchenkreisverbandes Ostfriesland-Nord in Aurich. Vorher hat er als leitender Mitarbeiter in verschiedenen Kliniken (Karl Jaspers Klinik in Oldenburg und Klinikum Leer) und im Hafenamt Brake im Finanzwesen und im Einkauf gearbeitet. Er bringt also breit gefächerte Erfahrungen aus sehr unterschiedlichen Arbeitsbereichen mit. Seit 2006 ist er Mitglied im Kirchenvorstand der ev.-luth. Kirchengemeinde Leer und wurde 2018 für weitere 6 Jahre wieder gewählt. Seit dem 01. Februar 2018 ist er als Geschäftsführer des  "ekito" Verbundes in Oldenburg tätig.